Dec 042012
 
Rosanne Skirble

December 04, 2012

High level officials from more than 200 countries are in Doha, Qatar, for talks that began last week on the next steps after the Kyoto Protocol, the U.N. climate change treaty expires this year. The ministers arrive in the face of bad news for the planet. A spate of new scientific studies finds worldwide greenhouse gas emissions rising and ice sheets melting rapidly, and predicts a planetary warming of as much as five degrees Celsius by the end of this century unless nations act immediately to reduce their industrial emissions of CO2 and other climate-changing greenhouse gases.  (…)
While hopes are high that the U.S. will take the lead in Doha with new emission pledges, some experts doubt if the Obama Administration has the political support at home to significantly alter its climate policies.  Alexander Ochs, an energy and climate analyst with the World Watch Institute in Doha says the U.S. has its hands bound.
“On the one hand, having this high expectation here of other countries that the United States should be  in a leadership role and on the other hand not being able to move more ambitiously to fulfill those targets and those commitments because of domestic resistance.”
Find the full article [here] and on VOA Online.
You can find the full radio report [here].
Nov 022012
 

Von Gregor Waschinski

Washington, 2. November (AFP) – Für einen kurzen Moment lenkte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg die Aufmerksamkeit auf ein Thema von globaler Bedeutung, das im US-Wahlkampf bislang unterging. Nach dem zerstörerischen Sturm “Sandy” warnte er vor den Gefahren des Klimawandels – und rief zur Wahl von Präsident Barack Obama auf, weil dieser sich anders als Herausforderer Mitt Romney im Kampf gegen die Erderwärmung engagiere. Doch die Wähler sorgen sich stärker um die steigende Arbeitslosigkeit als um steigende Meeresspiegel. (…)

“Der Klimawandel hat im Wahlkampf so gut wie keine Rolle gespielt”, erklärt Alexander Ochs, Direktor des Klima- und Energieprogramms der Washingtoner Denkfabrik Worldwatch Institute. Die Gefechte der beiden Kandidaten in der Energiepolitik seien kaum mit dem Klimaproblem in Verbindung gebracht worden. “Es wurde wirtschaftspolitisch und mit dem Ziel der Energieunabhängigkeit argumentiert”, sagt er.

Ochs ist skeptisch, dass “Sandy” zu einem Umdenken in der US-Politik führen wird. Immerhin sei es nicht das erste verheerende Unwetter gewesen, das die USA heimgesucht habe. “Allein 2012 gab es vernichtende Stürme, Überschwemmungen, Waldbrände, und eine Jahrhundertdürre – alles Wetterphänomene, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden”, sagt er.

Anfang Oktober rief ein Gruppe von Wissenschaftlern Romney und Obama in einem offenen Brief auf, sich in ihren drei Fernsehduellen auch mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Ihre Bitte wurde nicht erhört. Erstmals seit Ende der 80er Jahre bestritten die Kandidaten ihre TV-Debatten, ohne ein einziges Wort über die Klimapolitik zu verlieren.

Apr 132012
 

Neue Technologie, neue Jobs: Vor vier Jahren setzte Präsident Obama noch auf die Green Economy. Der große Wurf ist ausgeblieben, es regiert der Benzinpreis.

VON Marlies Uken | 13. April 2012 | Die Zeit

Vor drei Wochen wagte er den Tabubruch. In Cushing im US-BundesstaatOklahoma, dem wichtigsten Umschlagplatz für Rohöl in Amerika, baute er sich vor einer Pipelinewand auf und gab bekannt, den südlichen Teil der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline zu genehmigen. “Heute werde ich meine Verwaltung anweisen, die bürokratischen Hürden zu überwinden”, sagte er. “Dieses Projekt hat Priorität.” (…)

Allein im vergangenen Monat zogen die Benzinpreise um mehr als 30 Prozent an, inzwischen liegen sie bei knapp vier Dollar je Gallone. “Obwohl Obama inzwischen eine Position der Mitte eingenommen hat, versuchen die Republikaner, ihn im Wahlkampf als Gegner der heimischen Ölförderung und niedriger Ölpreise zu brandmarken”, sagt Alexander Ochs, Leiter der Klima- und Energieabteilung des Worldwatch Institute in Washington. Ochs hält das für einen irrsinnigen Versuch. Schließlich könne die Regierung nur über Subventionen auf die Ölpreise einwirken – und eigentlich wollten die Republikaner ja weniger Eingriff des Staates. “Doch wenn es um heimische Kohle, Öl und Gas geht, ist man auf beiden Augen blind.” (…)

“Die große Energiewende hat er nicht eingeleitet”, sagt Ochs. Beispiel Ökostrom: In Obamas Amtszeit ist der Ökostrom-Anteil an der Stromproduktion um etwa 27 Prozent gewachsen – nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass die grünen Energien in der Regel als Wachstumstreiber gelten und auf niedrigem, absoluten Niveau starten. 2010 lag der Grünstromanteil bei gerade einmal zehn Prozent (inklusive Wasserkraft) – Deutschland hat dagegen vergangenes Jahr die 20-Prozent-Marke gerissen. Ein Grund für das relativ geringe Wachstum ist das spottbillige Erdgas, mit dem die USA zurzeit die Märkte fluten. Für Versorger ist es weitaus attraktiver, in Gaskraftwerke zu investieren als in einen Windpark – auch weil es auf Bundesebene nicht gesetzlich garantierte Einspeisevergütungen wie etwa in Deutschland gibt. (…)

Lesen Sie den gesamten Artikel [hier] und auf Die Zeit Online.

Jan 082012
 

Zulima Palacio, Voice of America, January 08, 2012 7:00 PM

Scientists, climatologists and energy experts share a growing concern: the need for water in the production of energy, especially in regions that are experiencing serious drought.  Generating power – whether it be from fossil fuels or renewable energy sources – requires large amounts of water.

Nearly all forms of energy production use large amounts of water.  Coal, which generates nearly 50 percent of the electricity in the U.S., needs water for mining and transport, and to cool and lubricate equipment. Water is also used to cool fuel rods at nuclear plants and to generate steam to power  turbines. The biofuel industry needs water for irrigation, fermentation and the production of ethanol and biodiesel fuels.

Alexander Ochs, director of climate and energy at the Worldwatch Institute, says that adds up to a lot of water. “Per megawatt hour, coal uses 500 to 1000 gallons of water for the production of just one megawatt hour of electricity,” said Ochs. “If we look at all the plants combined in the U.S., all the thermo-electric plants [powered by steam] in the U.S. in 2008 alone, they drew 60 billion to 170 billion gallons of water, per year.”

Without water, most types of energy could not be produced. Even renewable energy, like geothermal and solar, use water to cool equipment and to clean the collector panels.  Those requirements have led California, Massachusetts and several Midwestern states to halt the operations of some power plants.“Places like the Midwest where water is a very scarce resource already today, a number of power plants have actually been halted, and this is actually true for across the United States,” said Ochs.

[please find the full article HERE]

Nov 012011
 

von Alexander Ochs

aus: Nina  Netzer und Judith Gouverneur (Hrsg.), Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Internationale Perspektiven vor der Weltklimakonferenz in Durban, FES Perspektive, November 2011

1. Zusammenfassung

Viele Beobachter halten eine führende Rolle der USA für notwendig, um dem Klimawandel wirkungsvoll Einhalt gebieten zu können. Schließlich sind die Vereinigten Staaten der weltweit zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen (THG), erst kürzlich überholt von China, das mehr als viermal so viele Einwohner hat. Außerdem könnte das Land eine wichtige Rolle als politischer Antreiber und technologischer Pionier spielen. In ihren eigenen Ambitionen im Klimaschutz orientieren sich viele Länder an den USA, oder benutzen die amerikanische Passivität als Vorwand für die eigene Untätigkeit. Zügige und massive globale Emissionsminderungen setzen demnach erhebliche Minderungen seitens der Vereinigten Staaten voraus. Doch die Vereinigten Staaten werden dieser Verantwortung bisher nicht gerecht. Sie galten zu beinahe allen Zeiten und unter allen Regierungen des Landes in den letzten 20 Jahren, seit der Klimawandel zum ersten Mal auf der internationalen politischen Agenda auftauchte, als Bremser internationaler Anstrengungen.

Nachdem es dem US-Kongress Mitte des Jahres 2010 abermals nicht gelungen war, ein umfassendes Klima- und Energiegesetz zu verabschieden,3 waren die Erwartungen an die 16. Konferenz der Vertragsparteien (Conference of the Parties, COP) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climat Change, UNFCCC) im Dezember des vergangenen Jahres in Cancún eher gering. Dennoch wurden trotz einiger wichtiger Streitfragen, die in den Verhandlungen weitgehend außen vor blieben, Fortschritte erzielt. COP 16 endete mit der Annahme eines Pakets von Beschlüssen mit dem einen Ziel, Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen sowohl in den entwickelten Ländern als auch den Entwicklungsländern zu unterstützen.4 Was darf man in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen von den Vereinigten Staaten bei der im November/Dezember 2011 anstehenden COP 17 erwarten?

[zum Volltext]

Feb 102011
 

CONNECTED_1_2011

Dear Readers,

In his 2011 State of the Union Address, President Obama set the national goal to generate 80 percent of electricity from clean energy sources by 2035; the German government recently outlined its long-term energy concept which envisions full energy import independence and a 60 percent renewable energies share by 2050; the City of San Francisco launched an initiative aiming at a 100 percent renewables supply within just a decade; and under the motto “growth with foresight,“ Hamburg, this year Europe’s green capital, shows how urban development can be both economically beneficial and environmentally sustain-able. These are only a few examples illustrating that true leadership willing to tackle the twin challenges of climate change and energy security can be found on both sides of the Atlantic.

Content_CONNECTED1_2Welcome to the first edition of CONNECTED – a newsletter discussing climate and energy from a transatlantic perspective. With CONNECTED, partners adelphi and Worldwatch, headquartered in Berlin and Washington DC, will support the Transatlantic Climate Bridge, an initiative that since its inception in 2008 has promoted numerous activities by public authorities, the private sector, civil society, and academia in order to strengthen climate protection and energy security. CONNECTED aims to showcase and review policy and research initiatives that are aimed at low-emissions development. Opinion pieces, interviews, as well as reports on studies, dialogues and conferences will provide a regular update on the progress made toward building climate-compatible economies in Europe, the United States and beyond.

[I am co-editor of CONNECTED, together with Dennis Taenzler. Please find the full first issue of CONNECTED here]

Dec 212010
 

bridges vol. 28, December 2010 / Noteworthy Information

The challenge of addressing climate change inspires fierce, divisive debates, pitting science against politics, environmentalism against commerce, and the most powerful nations in the world against their less-developed neighbors. Roger Pielke, Jr. , professor of environmental studies at the University of Colorado , bridges columnist, and a renowned expert on science and public policy, attempts to take on this challenge. In his new book, The Climate Fix: What Scientists and Politicians Won’t Tell You About Global Warming , he seeks to propose a novel, alternative way of looking for solutions for the climatic changes the earth is experiencing.

ochspielkegoldston

The Office of Science and Technology at the Embassy of Austria chose the occasion of the publication of this book to invite Roger Pielke, Jr., and two more experts on the issue – David Goldston and Alexander Ochs – for a debate with the audience on global climate-change policy. David Goldston is the director of Government Affairs for the Natural Resources Defense Council and previously served as chief of staff for the chairman of the US House of Representatives’ Subcommittee on Science and Technology. Alexander Ochs works for Worldwatch Institute, directing its Climate and Energy Program. 

[Read the rest of the event report on the bridges website]

Nov 252010
 
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Der nächste Klimagipfel steht an. Jedes Jahr Ende November trifft sich die Welt, um über das Schicksal ihres Planeten zu entscheiden. Die Chairs der unterschiedlichen Arbeitsgruppen legen ihre Vertragsentwürfe vor, im Plenum versichern sich die Staaten ihres guten Willens, die Umweltorganisationen stellen ihre Forderungen, und am Ende der zwei Wochen fliegen die Umweltminister für den finalen Showdown ein und entscheiden: wenig Konkretes.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Es geht ja doch vorwärts, wichtige Einigungen sind erzielt worden, nur eben insgesamt viel zu langsam. Um dem Klimawandel tatsächlich Einhalt zu gebieten, da ist sich die Wissenschaft weitgehend einig, darf die globale Erwärmung zwei Grad Celsius in diesem Jahrhundert nicht übersteigen. Für die Industriestaaten heißt das: Reduzierung um bis zu 90 Prozent. Noch immer ist ein Inder für weniger als ein Sechstel der Emissionen eines Durchschnittseuropäers verantwortlich. Doch der Ausstoß steigt in fast allen Ländern weiter an.

[Weiter zu meinem Gastbeitrag in der Wiener Zeitung]

Oct 202010
 
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co2_climateIt all started so nicely. The hope for change that Barack Obama had raised among American voters was felt by citizens worldwide, including those yearning for a change in US environmental policy. After all, Obama had made global warming and energy policy important cornerstones of his campaign. Once in the White House, the newly elected President explained that “few challenges facing America – and the world – are more urgent than combating climate change” and that his “presidency will mark a new chapter in America’s leadership on climate change.” Repeatedly he stressed that “the nation that wins this competition [for new energy technologies] will be the nation that leads the global economy.”

What’s left, as we approach mid-term elections in Obama’s first administration, is a very mixed bag.  There have been important successes, including over $60 billion that were earmarked for energy efficiency and renewable energy projects as part of the American Recovery and Reinvestment Act of 2009; the first tightening of Corporate Average Fuel Efficiency standards in three decades; and the federal Environmental Protection Agency ‘s “Endangerment Finding” that recognizes, as a follow-up of the Supreme Court ruling Massachusetts et al. vs. EPA, that the  agency  has the right to regulate greenhouse gases as air pollutants under the Clean Air Act. To the great disappointment of the environmentalists, however, comprehensive climate and energy legislation, including a market-based system with mandatory economy-wide emission targets as well as strong incentives for the employment of energy efficiency measures and renewable energy technologies, has not been passed.

The situation that has unfolded over the last 1 ½  years is almost absurd. A White House and all involved secretaries and agencies support strong climate policy; a majority of the public wants effective climate action; a thorough climate and energy bill finally passed the House; and then there is also majority support for climate legislation in the Senate – albeit this majority is not filibuster-proof. The Senate’s leadership was unable to get 60+ votes. And here the story ends for now. A minority of 40+ Senators puts a hold on domestic legislation and shuts a historic window of opportunity.

[This article appered in Bridges vol. 27, October 2010. Read the rest of the article here: http://www.ostina.org/content/view/5229/1390/]

Aug 102010
 

By Haibing Ma and Alexander Ochs

Recently, a China Daily news report caught Uncle Sam’s attention, presumably at an inconvenient time: just when the U.S. Senate finally admitted to abandoning its plan of issuing a federal climate bill by the end of this year, top Chinese officials were discussing how to launch carbon trading programs under their country’s next Five-Year Plan (2011–15). Serving as China’s overarching social and economic guidance, Five-Year Plans consistently lay out the most crucial development strategies for this giant emerging economy. Once included in the plan, carbon trading will be viewed as part of China’s national goals and will be domestically binding. This occurred most recently with the country’s 2010 energy intensity target, which called for a 20 percent reduction from 2005 levels and was disaggregated into provincial and local targets, with local officials held accountable for achieving them. In short, China seems to be accelerating full-throttle toward a low-carbon economy.

Chinese policymakers have been eyeing a domestic emission-trading scheme for a while. Last August, Xie Zhenhua, Deputy Director of the National Development and Reform Commission (NDRC), announced that China will launch a pilot carbon trading program in selected regions and/or sectors—basically the same message conveyed in the recent China Daily story. On one hand, this reiteration demonstrates that the Chinese government is seriously considering such a market-based mitigation mechanism; on the other hand, the fact that the program’s status is still in discussion a year later shows that putting cap-and-trade into action might be not be that easy in China either. [Read more on Worldwatch's ReVolt blog]

Aug 052010
 
http://inhabitat.com/wp-content/blogs.dir/1/files/2010/07/Climate-Bill-Shelved-2.jpg

Kerry und Reid geben ihre Klimapolitik vorest auf

Erkennbar enttäuscht traten Harry Reid, Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat, und Parteikollege John Kerry, Senator aus Massachusetts und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, vor die Kameras. Monatelang hatten sie für eine umfangreiches klima- und energiepolitisches Gesetzespaket gekämpft. Nun gaben sie kleinlaut bei. Man habe die notwendigen Stimmen nicht, um ein Emissionsziel für Treibhausgase festzulegen. 2001 aus dem Kyoto-Protokoll ausgestiegen, seit 20 Jahren der gewichtigste Bremser bei internationalen Klimaverhandlungen, zeichnet sich die nächste Schlappe für amerikanische Klimaschützer ab.

Doch nicht nur für die Umwelt ist die Nachricht eine Katastrophe. Dutzende Studien belegen die positiven Effekte, die die geplante Gesetzgebung auf die US-Wirtschaft, den Arbeitsmarkt, die Gesundheitskosten und die Sicherheitspolitik gehabt hätte. Ganz zu schweigen vom internationalen Renommee, das jetzt den nächsten Kratzer erhält. Die USA zeigen sich immer weniger in der Lage, auf die großen globalen Herausforderungen unserer Zeit tragfähige Antworten zu geben. Schuld daran ist nicht, dass „der Amerikaner“ eben nichts vom Umweltschutz hält. Das Problem ist differenzierter: [weiter zum vollstaendigen Artikel]

Jul 232010
 

Zwei Öl-Konzerne wollen Kaliforniens Klimaschutzgesetz kippen – das fortschrittlichste der USA. Sie gefährden das Prestige-Projekt von Gouverneur Schwarzenegger.

Marlies Uken, DIE ZEIT, 23 July 2010

http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/kalifornien-klimaschutz

http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/kalifornien-klimaschutz

[...]Im kommenden Jahr will Kalifornien sogar im Alleingang den Handel mit Verschmutzungsrechten starten. Mehr als 70 weitere gesetzliche Klima-und Umweltschutz-Initiativen hängen von dem Gesetz ab. “Das Klimagesetz ist für die Umweltbranche Kaliforniens, einem zentralen Wachstumsmotor, von enormer Wichtigkeit”, sagt Alexander Ochs, Leiter der Klima- und Energieabteilung des Worldwatch Institutes, einem Forschungsinstitut in Washington. “Es gibt den Herstellern erneuerbarer Energien, grüner Autos und sauberer Industrieanlagen die notwendige Planungssicherheit für Investitionen im Milliardenbereich.”

Dem Umwelttechnologie-Sektor am Pazifik hat AB 32 einen Wachstumsschub verschafft, so stark wie keinem anderen Bundesstaat der USA. Mehrere Studien, unter anderem der kalifornischen Arbeitsmarktagentur, zeigen, dass gerade die Green Tech-Branche überdurchschnittlich stark wächst und Arbeitsplätze schafft. Allein in den Jahren 2007 und 2008 schaffte die Branche nach Angaben der kalifornischen Initiative “Next10″ fünf Prozent mehr Jobs – während der Rest des Arbeitsmarkts im Schnitt nur um ein Prozent wuchs.

Gebannt schaut daher der Rest der USA – insbesondere Washington – auf die Entwicklungen in der Landeshauptstadt Sacramento. Denn der Zeitpunkt der Volksabstimmung ist brisant. Er fällt mit den bundesweiten midterm-elections, den Halbzeitwahlen zusammen, die klassischerweise ein Stimmungsbild für die Regierungsarbeit liefern. Präsident Obama hat nicht nur am Golf von Mexiko mit einer gigantischen Ölkatastrophe zu kämpfen, sondern will zudem sein Klimaschutzgesetz endlich durch den Senat bringen – was diesen Sommer wohl nicht mehr klappen wird. “AB 32 hat Vorbildcharakter für Washington”, sagt Ochs vom Worldwatch Institute. Würden die Kalifornier das Gesetz kippen, käme dies den Klimaschutz-Gegnern entgegen. “Die könnten sich die Hände reiben und sagen: Schaut her, selbst dort, wo die ganze grüne Industrie sitzt, wollen sie keinen Klimaschutz.” [...]

Read the full article [here]

Dec 242009
 

The Copenhagen UN climate conference ended last Saturday with a weak agreement, not the groundbreaking treaty many had hoped for. With more than 100 heads of governments and many more parliamentarians and dignitaries, COP-15 became the largest assembly of world leaders in diplomatic history. The Copenhagen conference had been planned out for two years in many small informal and large official meetings, following the 2007 Bali Action Plan in which nations had agreed to finalize a binding agreement this December. The outcome falls far short of this original goal. Delegates only “noted” an accord (“the Copenhagen Accord”) struck by the United States, Brazil, China, India, and South Africa that has two key components: first, it sets a target of limiting global warming to a maximum of 2 degrees Celsius over pre-industrial times; second, it proposes $100 billion in annual aid for developing nations starting in 2020 to help them reduce emissions and adapt to climate change.

2 degrees Celsius is seen by mainstream science as a threshold for dangerous climatic changes including sea-level rise and accelerated glacier melt, as well as more intense floods, droughts, and storms. Many scientists also believe that a majority of worldwide ecosystems will struggle to adapt to a warming above that mark, and more recently have set the threshold even lower, at 1.5 degrees Celsius. The accord, however, lacks any information on how this goal of preventing “dangerous” climate change, which had already been set by the 1992 United Nations Framework Convention, would be achieved. It is generally assumed that in order to keep global warming below 2 degrees, worldwide emissions have to Continue reading »

Dec 092009
 

austria-flagLange Zeit sah es so aus, als ob die Klima-Karawane aus Regierungsdelegationen, Interessenvertretern und Umweltschützern nur auf der Stelle tritt. Beim letzten großen Zusammenkommen auf höchster Ebene im vergangenen Dezember wie auch bei den unzähligen Vorbereitungstreffen ging es so zaghaft voran, dass viele den UN-Klimagipfel schon abgeschrieben hatten.

Doch dann überschlugen sich in den vergangenen Wochen die Ereignisse: Die USA, China, Brasilien, Indonesien und Südafrika legten nationale Ziele vor, die teilweise deutlich über dem lagen, was man noch vor kurzem für möglich hielt. Am vergangenen Wochenende dann der nächste Hoffnungsschimmer, der Kopenhagen doch noch zum “Hope’nhagen” machen könnte: US-Präsident Barack Obama kündigte an, dass er am letzten Verhandlungstag, dem 18. Dezember, in die dänische Hauptstadt kommen will, um dem Treffen womöglich zum Durchbruch zu verhelfen. Obama zeigt damit klar, wie hoch die Klimapolitik inzwischen auch auf der amerikanischen politischen Agenda steht.

Hier geht’s weiter zu meinem Op-Ed in der Wiener Zeitung.

Nov 172009
 

17__MediaDialogue__pic2,property=InhaltsbildFrom November 9 to 11, around 25 German and U.S. journalists and climate policy experts met at the Aspen Wye Conference Center on the Chesapeake Bay in Maryland to discuss the climate policy in Europe and the U.S. in view of the upcoming Copenhagen climate summit. The event was part of the Transatlantic Climate Bridge, and it not only aimed at providing journalists with the latest facts and figures on the summit but gave the participants the opportunity to exchange their views on the public debate in their respective countries, the status quo of the legislative process in Germany and the U.S., and the impact of climate change and respective policies on the economy and the international security, among others.

Read more on Germany.info

Nov 042009
 
Photo courtesy of Jonathan Ernst/Reuters
Photo courtesy of Jonathan Ernst/Reuters

As a former Minister of the Environment turned Chancellor, Angela Merkel had already proven those wrong who surmised that environment positions are a dead end to high-rising political aspirations; now she became only the second German politician (after Konrad Adenauer, the first head of a German government after the Second World War, in 1957) who received the honor to address the U.S. Congress; and as a widely respected leader on environmental issues who is, at the same time, the leader of a conservative party, she would be well positioned to appeal to cautious Republicans when talking about climate change and energy reformation—at least I had hoped so in a recent interview with Reuters.

Angela Merkel in her speech on Capitol Hill yesterday, just weeks after her reelection for a second term (this time as a leader of a center-right coalition) was moved by the honor and the standing ovations she received from U.S. lawmakers even before she had started her speech. Following up on her promises, she spent a good portion of her talk on climate change, urging Congress and the Obama administration to take bold steps to address the issue, in her view one of the “great tests” of the 21st century. “We all know we have no time to lose,” she said.

Read the rest of the story on Dateline: Copenhagen.

Sep 212009
 

Two major global challenges – the financial crisis and climate change – make it urgent to rally the world behind the idea of a “green new deal” or a “global green recovery.” The financial crisis puts renewable energy projects and business at particular risk. The recession has caused a drop in energy and carbon prices that reduces the market competitiveness of clean technologies. In addition, the tightening credit markets mean that cleantech initiatives, which frequently face high capital costs and higher risk premiums, are struggling to find the necessary funding.

The risk of stagnation is especially disruptive to the cleantech industry as it comes on the heels of a rapid growth period prior to the financial crisis. In Germany, the cleantech sector grew 27% between 2005 and 2007, employed almost 1.8 million people, and now accounts for more than 5% of industrial production. From 2002 to 2007, global new investment in sustainable energy grew nearly 16-fold, from an annual US$7.1 billion to US$112.6 billion. The financial crisis created a severe investment shock in the cleantech sector, with new-investment levels in the first quarter of 2009 just under half what they were one year earlier.

This is absolutely the wrong time for a lull in cleantech investment. The International Energy Agency estimates that about 540 billion US dollars must be invested annually in renewable energy and energy efficiency if climate change is to be maintained at or below a 2°C increase in global average temperature. A significant expansion in investment will be required to reach these levels, with about 80% of the investment needed in just three key sectors: electrical power, transportation and buildings.

Several proven policies for expanding cleantech investment already exist, including feed-in tariffs, risk-mitigation policies, green-procurement policies, and government R&D spending, to name just a few. The key challenge for policy makers in trying to support the establishment of clean-technology markets is how to accelerate the implementation of these measures by obtaining the necessary funding and spending public monies wisely in a way that leverages the private sectors’ capability to shoulder the bulk of the needed investment.

To help G20 nations overcome these challenges, the German Federal Foreign Office asked Atlantic Initiative – a think tank on international politics and globalization based in Berlin and Washington, DC – to develop specific and actionable policy recommendations on how to provide effective international support to green technology markets and push the issue in the G20 framework. It was suggested that Germany, the UK and the US should be the main targets of these recommendations as they are well positioned to take a joint leadership role in setting the right incentives for a global green recovery and future growth path building on the idea of the Transatlantic Climate Bridge and taking into account London’s role as the G20 host. I was a co-author of the report. Please find it here.

Jun 222009
 

Über 80 Teilnehmende folgten der Einladung des NABU und der Heinrich Böll Stiftung, um mit amerikanischen und deutschen Experten zentrale Beiträge dies- und jenseits des Atlantiks zur Bewältigung der globalen Klimakrise zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei aktuelle Einschätzungen zum Stand der Verhandlungen über ein neues Weltklimaabkommen, über das sich die internationale Staatengemeinschaft bis Ende dieses Jahres in Kopenhagen verständigen will.

Alexander Ochs, Leiter der Abteilung für Internationale Klimapolitik beim amerikanischen Center for Clean Air Policy in Washington, betonte die zentrale Bedeutung der neuen Energie- und Klimagesetzgebung, der so genannten Waxman-Markey Bill, die zur Zeit im Kongress und im Herbst im Senat debattiert und hoffentlich auch so verabschiedet werde. Seit 1990 seien die Treibhausgas-Emissionen in den USA um etwa 16 Prozent angestiegen. Wenn diese nun im Zeitraum von nur 8 Jahren (2012-2020) um 20 Prozent reduziert werden sollen, sei das eine sehr bemerkenswerte Herausforderung und durchaus mit dem von der EU beschlossenen Klimapaket vergleichbar, auch wenn dabei die absolute Senkung des Ausstoßes gegenüber 1990 nur 4 Prozent betrage. Daneben sei die amerikanische Klimadebatte bisher (zu) sehr auf China fixiert, weil Nachteile für die US-Wirtschaft im internationalen Wettbewerb befürchtet werden. Hier müsse viel stärker anerkannt werden, dass China bereits ohne Verpflichtungen unter dem Kyoto-Protokoll eine sehr ehrgeizige Politik zur Steigerung der Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien umsetzt. Sein Institut unterstütze darüber hinaus die Entwicklung von sektoralen Ansätzen, um zusätzliche Anreize zur Emissionsminderung in den energieintensiven Industrien zu geben.

Podiumsgäste waren:

  • Prof. Dr. Miranda Schreurs von der Forschungsstelle für vergleichende Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin
  • Alexander Ochs, Leiter der Abteilung für Internationale Klimapolitik beim amerikanischen Center for Clean Air Policy in Washington
  • Dr. Karsten Sach, Unterabteilungsleiter für Internationale Zusammenarbeit im Bundesumweltministerium
  • Duncan Marsh, Direktor für Internationale Klimapolitik bei einer der weltgrößten Naturschutzorganisationen, der amerikanischen „The Nature Conservancy“
  • Carsten Wachholz, Referent für Energiepolitik und Klimaschutz beim NABU-Bundesverband

Eine deutsche Zusammenfassung findet sich hier und hier.

Jun 252008
 

Josh Busby & Alexander Ochs

We examine the sources of the transatlantic climate divide between the US and Europe. First, we take up the proposition that differences in the material conditions of the US and Europe are responsible for the dustup over global warming. We argue that relative power positions do not determine a nation’s choice of broad climate policy approaches. Moreover, we emphasize that mitigating climate change will ultimately require wrenching policy adjustments for both the US and Europe. While there may be short-run differences in cost profiles, these should not pose such a hindrance that careful policy design cannot overcome them. Next, we evaluate the claim that a difference in values or culture is responsible for the rift. A highly oversimplified version of the argument holds that Europeans just care about climate change more than the Americans. We find evidence for this to be mixed. We suggest that differences between the US and Europe derive not so much from material interests or cultural values but from different political systems that shape the interests and values that have influence on policy. America’s political system permits certain interests—namely climate skeptics and business interests—to exercise veto power over external environmental commitments. European decision makers, by contrast, face environmental movements more capable of exercising influence over electoral politics. The interaction of the two systems internationally has hobbled global climate policy cooperation. Negotiations are complicated by inadequate sensitivity to each other’s internal political conditions. Better understanding of each other’s domestic politics and more careful institutional design of climate change policies may yet overcome these obstacles. 2005 SAIS-BROOKINGS BOOK CHAPTER